Kunst, Hunde und ein Magazin

Zu den zahlreichen kulturellen Aktivitäten der Woiwodschaftsbibliothek Ermland-Masuren gehört die Herausgabe eines vierteljährlich erscheinenden Magazins mit dem Titel VariArt. Dies ist ein sorgfältig gestaltetes, unabhängiges Magazin, das die Künste in der gesamten Woiwodschaft porträtiert: mit Gedichten, Bildstrecken, Kurzgeschichten, Interviews und Beiträgen zu kulturellen Aktivitäten. Jede Ausgabe ist thematisch ausgerichtet und ich freue mich, dass ich gebeten wurde, für die neueste Ausgabe mit dem Thema ‚Menschlichkeit und Freundlichkeit‘ etwas beizutragen. Das Magazin wurde gestern im Rahmen der Sommerbegegnung unter dem Motto „Lese, spiele, erinnere dich“ der Bibliothek gelauncht, an dem auch einige Hunde aus dem Tierheim eingeladen worden waren, um die ‚menschliche‘ Ausgabe in die Welt zu entlassen. VariArt ist in allen Bibliotheken in Ermland-Masuren und auch kostenlos online erhältlich:
www.wbp.olsztyn.pl/publikacje | VariArt 01/2019 als PDF

Dort gibt es ein Interview mit mir von Arkadiusz Łuba sowie meine Geschichte über melancholische Straßenbahnfahrten, die von Barbara Sapała übersetzt wurde. Die Veröffentlichung macht mich sehr stolz, da dies meine allererste gedruckte Arbeit in polnischer Sprache ist.

Art, Dogs and a Magazine

Part of the many cultural activities of the Provincial Library of Warmia-Mazury is the publication of a quarterly magazine titled VariArt. This is a finely designed independent journal that portrays the arts across the voivodeship: if features poetry, visual arts, short stories, interviews and features about cultural activities. Each issue is themed, and I’m delighted to have been asked to contribute something for the latest issue which is focused on humanity and kindness. It was launched yesterday as part of the summer day with the motto „Read, play, remember“ of the library, which had also invited some shelter dogs to launch the ‚kind‘ issue. It is available in all libraries across Warmia-Mazury, and also for free online:
www.wbp.olsztyn.pl/publikacje | VariArt 01/2019 as PDF

In there you can find an interview with me by Arkadiusz Łuba and my story about melancholic tram rides translated by Barbara Sapała, which makes me really proud as this is my first-ever print publication in Polish.

Wenn dann der Krieg

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Tannenberg-Denkmal, Ansicht 1934/35, Bundesarchiv

In ihren Träumen sind alle Männer Krieger. Und es ist kein Wunder, dass im Laufe der Jahrhunderte Kämpfe, Kriege und martialische Darstellungen Männer schon immer fasziniert haben (mich selbst eingeschlossen). Und viele davon folgten dieser Faszination zuerst in einer Uniform und dann in Schmerz, Verstümmelung, Tod. Die vielen Kriegsfriedhöfe im Ermland sind Zeugnis davon: Hier liegen russische Männer, die von Deutschen getötet wurden, polnische Männer, die von Deutschen getötet wurden, deutsche Männer, die von Russen getötet wurden.

Ein Ort, der für mich diese Lust am Ruhm symbolisiert und wie sie vom Nationalismus noch pervertiert werden kann, ist ein grasbewachsener Hügel westlich von Hohenstein/Olsztynek. Bis 1945 befand sich hier das Tannenberg-Denkmal.

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